Start in Glarus

Die Bike Tour über den Längeneggpass, hinunter bis zum Klöntalersee beginnt in . Gute Parkmöglichkeiten gibt es direkt bei der Eissporthalle. Die Parkplätze sind kostenpflichtig, es kann aber mit TWINT bargeldlos bezahlt werden.

Entlang der Linth

Die Tour startete mit gemütlichem einrollen auf einem Radweg entlang dem Fluss Linth. Die Strecke war flach und es blieb viel Zeit, um die umliegenden Berge zu studieren. Der Radweg verlief weiter über eine flache Ebene bis zum Dorf Näfels.

Gemtäiches Einrollen von Glarus nach Näfels.

Anstieg zum Obersee

Bei Näfels begann der Anstieg hoch zum Obersee, mein erstes Etappenziel an diesem Tag. Bis zum See waren etwa 540 Höhenmeter zu überwinden. Der Aufstieg war stets auf einer wenig befahrenen Bergstrasse, die sich am Fels entlang hochschlängelte. Nach jeder Kurve gab die Strasse einen fantastischen Ausblick auf Näfels und den dahinterliegenden Bergen frei.

Dem Strassenverlauf folgen

Immer weiter hoch führt die Oberseestrasse. Auf dem Anstieg gibt es immer wieder kleinere Aussichtspunkte. Schon bald erreichte ich das Haslenseeli, Ein kleiner See unterhalb der Strasse, der wie ein Meteroritenkrater wirkte. Die Bäume sind an dieser Stelle dicht und der See war von der Strasse aus kaum zu erkennen. Auch die wärmende Sonne drang nicht durch das Dickicht der Bäume und ich musste mir einen Pullover überziehen um der Kälte zu trotzden.

Der Obersee

Doch schon bald berührte wieder die wärmenden Sonnenstrahlen mein Gesicht und ich konnte wieder im Kurzarmshirt den Berg hoch kurbeln. Nach rund 13 Kilometern erreichte ich den Obersee und wurde von seiner Schönheit fast erschlagen. Das Wasser glänzte in einem Grünton und die umliegenden farbigen Bäume spiegelten sich auf der Wasseroberfläche. Es war ein richtige farbenfroher Herbsttag.

Am Obersee versammelten sich auch einige Wanderer. Biker schien ich wohl an diesem Tag der einzige zu sein. Wer will, kann hier im Restaurant einkehren.

Der Oberalpsee erstrahlte in allen herbstlichen Farben.

Die zweite Hälfte

Die Hälfte des Anstiegs zum Längeeggpass war geschafft und der Weg führte nun weiter zur Lachenalp auf 1563 Metern über Meer. Das waren nochmals rund 500 Höhenmeter bis zum nächsten Zwischestopp. Bis Obertal fuhr ich alles noch auf Teerstrasse und und wechselte dann auf einen breiten Kiesweg. Der Anstieg wurde jetzt steiler und anstrengender. Ich spürte die Höhenmeter in den Beinen.

Auf breiter Kiesstrasse führte die Bike Tour hoch bis zur Lachenalp.

Die Lachenalp

Bei der Lachenalp brauchte ich erst einmal eine längere Pause. Bis zur Alp hatte ich bereits rund 1100 Höhenmeter überwunden und der schwierigste Aufstieg zum Längeneggpass folgte noch. Die Alp war bereits nicht mehr bewohnt und die Tiere unten im Tal. Es herrschte eine angenehme Stille. Nur das plätschern des Brunnen war zu hören.

1000 Höhenmeter waren geschafft. Pause bei der Lachenalp.

Das letzte Stück ist hart

Zwar waren nur noch rund 200 Höhenmeter zu bewältigen bis zur Passhöhe aber diese hatten es in sich. Der weitere Verlauf der Kiesstrasse war richtig steil. Mein Hinterreifen drehte auf dem losen Kies ständig durch und ich musste absteigen. Auch hatte meine Beine zu wenig Kraft, um dieses steile Stück fahrend zu bewältigen. Also schon ich mein Bold Unplugged die Strasse hoch.

Ende der Strasse

Plötzlich endete die Strasse auf einer grossen Wiese und ich war mir im ersten Moment unsicher, überhaupt noch auf dem richtigen Weg zu sein. Ein Blick auf die Karte zeigte jedoch den richtigen Standort.

Die Strasse endete und nun musste ich das Bike tragen

Das Bike schultern

Weiter ging die Bike Tour auf den Längeneggpass steil bergauf. Nicht mehr auf Kies oder Strasse, sondern auf einem verblockten Wanderweg. Fahren war hier unmöglich, genau so wie schieben. Also musste ich mein Bike tragen. Mit der richtigen Tragetechnik ging das auch problemlos. Nun kämpfte ich mich die letzten steilen Höhenmeter auf dem Wanderweg hoch. Dabei musste ich stets aufpassen nicht auszurutschen. Der Wanderweg war zum Teil ziemlich nass und rutschig.

Der Längeneggpass

Oben angekommen erwartetet mich ein wunderbar schönes Bergpanorama. Auf der einen Seite sah ich ins Tal Richtung Näfels und auf den Weg, auf dem ich hochgekommen war.

Panorama auf dem Längeneggpass.

Auf der anderen Seite die Berggette, die gleichzeitig die Grenze zwischen Kanton Glarus und Kanton Schwyz darstellt. Hinter der Bergkette befindet sich der Wägitalersee, an dem ich auch schon einmal im Bus übernachtet habe.

Bergkette udn Grenze zwischen den beiden Kantonen Glarus und Schwyz

360 Grad Panorama

Um das wunderschöne Panorama auf der Bike Tour zum Längeneggpass nochmals zu verdeutlichen habe ich meine DJI Spark Drohne noch steigen lassen. Erst bei bewegten Bildern kommt die Schönheit der Landschaft richtig rüber.

1500 Höhenmeter geschafft

Oben angekommen, hatte ich auf dieser Bike Tour von Glarus bis zum Längeneggpass rund 1500 Höhenmeter überwunden. Soviel wie ich vorher noch nie geschafft hatte. Und das nur ein paar Wochen nach dem Bruch des Mittelfussknochens. Deshalb war ich oben auch verdammt stolz auf mich.

1500 Höhenmeter geschafft und das wenige Wochen nach dem Bruch des Mittelfusskonochens.

Die Abfahrt zum Klöntalersee

Die Abfahrt zum Klöntalersee verdient keine spezielle Erwähnung, da sie eigentlich ziemlich langweilig war. Mit Tempo brauste ich auf der Strasse hinunter bis zum Klöntalersee. Leider war die ganze Abfahrt hinunter zum See auf dieser Strasse. Kein Singletrail war auszumachen.

Die Abfahrt zum Klöntalersee war ziemlich langweilig.

Der Klöntalersee

Der Klöntalersee war wunderschön. Leider verpasste ich die letzten Sonnenstrahlen nur um einige Minuten und der See glitzerte und funkelte daher nicht mehr so stark. Ich kenne den See aber auch von seiner sonnigen Seite. Zu diese späten Stunde waren die meisten Besucher bereits zurück ins Tal gefahren und ich konnte gemütlich an der Seestrasse entlang fahren.

Spiegelung im Wasser des Klöntalersees

Doch noch Trailspass

Beim Köntalersee beginnt ein kurzer aber richtig spassiger Trail, der zurück nach Glarus führt. Das erste Stück war flow pur und ich konnte den Trail zügig runterdonnern. Vorsicht ist aber geboten, da der Weg auch von Fussgängern genutzt wird. Ich wurde dann auch von einen Downhiller in Vollmontur überholt, der den Wanderweg wohl mit einer Rennstrecke verwechselte. Man kann es auch übertreiben.

Technisches Zwischenstück

Der zweite Abschnitt war ziemlich technisch. Alternativ kann er ausgelassen werden und auf der normalen Strasse umfahren werden. Ich habe es trotzdem versucht und konnte nicht alles fahren. Technikliebhaber werden auf dem Teilstück aber ihren Spass finden.

Der Trail wartete auch mit einem technischen Abschnitt auf mich.

Nochmals ein kurzes Anstieg

Der dritte Teilabschnitt war dann wieder ziemlich flüssig und problemlos fahrbar. Immer wieder querte ich den tosenden Bach, der hinunter ins Tal fliesst.

Immer wieder kreuzte ich den tosenden Bergbach.

Am Schluss erwartete mich nochmals einen kurzen aber knackigen Aufstieg, der mich Oben auf eine relativ flache Wiese entliess. Vorbei an einer friedlich grasenden Kuherde ging es zurück Richtung Glarus.

Vorbei an friedlich grassenden Kühen,.

Fazit

Der Aufstieg war hart aber die wunderschöne Landschaft entschädigte für die Strapazen. Vom Obersee bis zum Längeneggpass ist die Natur atemberaubend. Die Abfahrt hinunter zum Klöntalersee war langweilig und einfach nur auf Strasse. Dafür machte der Trail beim Klöntalersee enorm viel Spass, kam aber viel zu kurz. Die Bike Tour auf den Längeneggpass ist was für sportlich ambitionierte Fahrer und nicht für Trailhungrige Shredderer.

GPS Track

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