Gottschalkenberg

Bike Tour Baar – Gottschalkenberg – Baar ZG

🕒 Lesedauer: 5 Minuten

Leichte Tour

Die letzten wĂ€rmeren Herbsttage gehen langsam aber sicher zur Neige. LĂ€ngere Tagestouren sind fĂŒr mich wegen der KĂ€lte nun schwerer zu bewĂ€ltigen und ich wĂ€hle daher die Routen kĂŒrzer. Am letzten Wochenende war jedoch nochmals ein wohlig warmer Herbsttag. Auf Chregu’s Bikeblog habe ich die exklusive Zugerrunde entdeckt und schon lĂ€nger im Hinterkopf. An diesem Wochenende nahm ich die genannte Tour in Angriff. Wohl eine der letzten Möglichkeiten in diesem Jahr um noch solch eine Tour zu startet. Mit dabei war auch an diesem Wochenende mein Arbeitskollege Raphael.

Wir starteten die Tour beim Parkplatz beim Schwimmbad in Baar. Der Weg beginnt moderat, auf einer asphaltierten Strasse, flach und kaum befahren. Ausser von den Gruppe Biker die uns flott ĂŒberholten. Am Ende der Teerstrasse wechselt der Weg auf eine Kiesstrasse. In dieser Jahreszeit natĂŒrlich komplett mit Laub bedeckt. Ebenfalls begann damit der erste kleine Aufstieg. Ein stetiges auf und ab, immer der Sihl entlang, welche gemĂŒtlich vor sich hin plĂ€tscherte. Ein cooler, kurzer Trail zum warm werden mit ziemlich steilen Passagen. Der Puls war nach den ersten 20 Minuten sicherlich schon zwei Mal auf Maximum.

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Ein wenig spĂ€ter Ă€nderte sich die hölzerne Waldlandschaft und FelswĂ€nde sĂ€umten den Wegrand. Vor dem ersten kleinen Highlight der Tour mussten wir einen kurzen Stopp einlegen, um die Beleuchtung ans Bike zu montieren. Denn ab hier ging es durch alte und dunkle WasserkanĂ€le welche am Flussrand entlang fĂŒhren. Es war ziemlich spannend durch die dunklen Höhlen zu fahren. Den Kopf immer eingezogen. Zum GlĂŒck sind wir nicht sehr grossgewachsen.

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Alte WasserkanÀle. Unbedingt Licht dabei haben

Der erste Teil der Tour war schon recht spannend. Höhenmeter wurden jedoch nur wenige abgestrampelt. Der Hauptanstieg folgte nun erst und er begann brutal. Knapp nach der HĂ€lfte und wohl schon ĂŒber maximal Puls musste ich mich dem Berg geschlagen geben. Absteigen und schieben gehörte auch wieder einmal dazu. Der erste Anstieg war jedoch nur kurz und schon bald war die Neigung wieder fahrbar.

Stetig fĂŒhrt der Weg weiter nach oben. Nach kurzer Zeit queren wir einen kleinen See bevor wir auf eine Teerstrasse wechseln.

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Ab hier fĂŒhrte der Weg bis auf den Gottschalkenberg nur noch auf einer asphaltierten Strasse. Auf der ganzen Strecke kam uns jedoch nur eine handvoll Autos entgegen. Man kann also behaupten die Strasse ist nicht wirklich befahren. Leider fĂŒhrte die Bergstrasse auf der schattigen Seite hoch und bei einigen Stellen fröstelte es uns doch bereits ein wenig. Den ersten Pausenbreak legten wir daher bei der einzigen an der Sonne gelegenen Bank ein. Unsere heutigen Pausen waren jedoch nur von kurzer Dauer. Da wir erst gegen Mittag gestartet sind und wir eine Fahrzeit von etwa drei Stunden einrechneten, lagen lange Pausen nicht drin, denn wir wollten noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder am Ausgangspunkt zurĂŒck sein. Die Aussicht beim ersten Rastplatz war jedoch schon vielversprechend.

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Der Aufstieg fĂŒhrt immer weiter hinauf bis zum Ziel Gottschalkenberg. Leider war eben aus den genannten ZeitgrĂŒnden ein Einkehren ins Restaurant nicht möglich. Somit gönnten wir uns auf dem Kinderspielplatz unseren wohlverdienten Snack und rĂŒsteten uns fĂŒr die Abfahrt. Nasse Kleider wechseln sowie Windstopper anziehen und mit Protektoren ausrĂŒsten. Safety first. Hinfallen ist das eine, AuskĂŒhlen das Andere. Um beides zu verhindern waren wir ideal ausgerĂŒstet.

Panorama Tafel auf dem Gottschalkenberg
Panorama Tafel auf dem Gottschalkenberg

Die Abfahrt ist ziemlich viel WOW. Guter Speed und mĂ€chtig viel flow. Wurzelfelder kann man perfekt mit einem gekonnten Hopps ĂŒberspringen. Der natĂŒrliche Weg verfĂŒgt ĂŒber Steilwandkurven, kleinere Drops und leichten SprĂŒngen. Wirklich ein gelungener Naturtrail. Leider wie immer etwas zu kurz. Der Trail endete schon ziemlich schnell auf einer Kiesstrasse. Hier bietet sich jedoch eine schöne Aussicht auf den Ägerisee.

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Weiter unten endet der Waldweg auf einer Teerstrasse. Von hier aus strampelten wir wieder ein kurzes StĂŒck bergauf, um ĂŒber einen weiteren Wanderweg noch ein wenig lĂ€nger Trailluft zu schnuppern. Danach ist dann jedoch definitiv Schluss und die Route fĂŒhrte auf der normalen Hauptstrasse runter bis UnterĂ€geri. Hier durchquerten wir das Dorf auf der Strasse, weiter Richtung Baar zurĂŒck. Beim Verlassen bogen wir auf einen weiteren Waldweg ab. Diese breite Kiesstrasse fĂŒhrt im Ägerital hinunter bis zum Ausgangspunkt in Baar. Dabei kreuzten wir die berĂŒhmten Höllgrotten.

Alles in allem eine schöne und aufregende Tour. Kalt war es auf jeden Fall aber es hat sich gÀnzlich gelohnt. Die Abfahrt ist kurz aber richtig spassig. Sicherlich eine Tour um wiederholt zu werden.

GPS Track

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Ein Kommentar

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  1. Hoi Marc
    zunÀchst einmal Gratulation zu deinem sehr gelungenen Blog.
    Wir (beide ĂŒ55) haben schon einige deiner Routen nachgefahren, wie z.B. den LĂ€ngeneggpass oder Gisliflue mit Linner Linde oder eben diesemal Gottschalkenberg.
    Du beschreibst die Touren sehr treffend, und es gibt uns ein gutes GefĂŒhl dir „nach zu fahren“. Was der Marc schafft, schaffen wir auch. Ok, zugegeben mit e-MTB und an manchen Stellen wird abgestiegen oder die asphaltierte Umfahrung genommen.
    Was auf dieser Route aber unbedingt erwĂ€henswert ist, ist die WanderhĂŒtte GrĂŒmel mitten in einer grĂŒnen Wiese, kurz nach dem Gottschalkenberg mit schöner Aussicht ĂŒber den Aegerisee. Dort sind MTBler herzlich willkommen zu Kaffe und Kuchen, zumindest an einem sonnigen Sonntag.