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Die Talstation

Der Bikepark im Crans Montana, im Kanton Wallis, gefiel mir im letzten Jahr sehr gut. Er bietet zwei verschiedene Strecken. Ein Abfahrt der Kategorie: rot und eine schwarzer Downhill Track. An diesem Tag bin ich ausschliesslich die rote Piste runtergedonnert. Meine Muskeln mochten an diesem Tag nicht lange den Schlaglöchern standhalten und ich gab bereits nach ein paar Abfahrten auf. Die Hände schmerzen zu sehr und ich konnte eine sichere Abfahrt nicht mehr garantieren, konnte ich mich kaum noch am Lenker festhalten. Crans Montana bietet enorm viel für das Bikerherz. Gleich bei der Talstation befindet sich ein Bikeshop und eine Beach Bar mit Liegestühlen im Sand, die zum Verweilen einladen. Auf dem Gelände steht zusätzlich ein modularer Pumptrack, sowie diverse Hindernisse und Holzelemente und Balance und Fahrtechnik zu verbessern.. Die Parkplätze befindet sich ebenfalls gleich bei der Talstation. Hier hat der Biker alles was er benötigt im nahen Umkreis zusammen.

Auf dem kleinen Hügel bei der Talstation befinden sich drei verschiedene Nortshore Lines, mit kleinen bis grossen Drops. Die Element wurden äusserst geschickt ins Gelände integriert und sind einen Augenschein wert.

Ein Tagesticket kostet CHF 45.–.  Die Bikes werden ein wenig umständlich in der kleinen Gondel mittransportiert. Eine Aussenaufhängung ist nicht vorhanden und wahrscheinlich aus baulichen Gründen nicht umsetzbar. Beim Ein- und Aussteigen ist somit ein wenig Vorsicht geboten um nicht irgendwo dagegen zu knallen.

Die Abfahrt

Aktuell wurde auf der Bergstation gebaut und der Einstieg in die rote Abfahrt wurde umgeleitet. Auf den ersten Metern ist die Strecke neu mit dem Wanderweg zusammengelegt. Erst nach etwa 100 Metern begann der eigentlich Anfang der Piste. Doch bevor ich die erste Abfahrt in Angriff nahm, musste ich einfach die fantastische Aussicht auf die Walliser Berge bestaunen. Crans Montana bietet einen wahnsinns Ausblick.

Crans Montana Bikepark
Trail Start im Bikepark Crans Montana

Der rote Track führt zuerst mit geringen Gefälle dem Bergkamm entlang. Konzentriert auf den Trail und die Sprünge, wurde mir erst beim Durchsehen der Fotos bewusst, in was für einer fantastischen Landschaft ich hier unterwegs war. Beinahe schnurgerade erstreckt sich die Abfahrtspiste entlang dem Bergkamm. Dabei sind diverse Sprünge eingebaut. Der erste Teil konnte ich ungebremst und mit viel Tempo fahren, was auch nötig war um die langgezogenen Sprünge zu meistern, was leider nicht immer geklappt hat, zu verhalten war meine Fahrweise an diesem Tag.

Crans Montana Bikepark
Die Piste war staubtrocken

Der ganze Trail war extrem abwechslungsreich und mit vielen Sprüngen versehen, welche seit letzem Jahr neu dazugekommen waren. Die Strecke war an diversen Stellen ausgefahren und die Bremslöcher waren deutlich zu spüren gewesen. Man sah jedoch auch das die Trailcrew stets daran arbeitet und den Park in Schuss hält. Der staubtrockene Boden macht ein Aussbessern der Bremslöcher nun mal unmöglich und gehört beim Downhill nun einfach dazu. Nach vielen kurvenreichen Passagen führt die Strecke in den Wald und über viele Wurzeln säumen nun den Waldboden. Der wechselnde Charakter der Strecke machten meine Abfahrten stehts interessant. Die rote Strecke endet bei der Talstation einen anderen Bergbahn und führt danach auf normalem Waldweg runter zum Anfang. Kurz vor Schluss hat man noch die Wahl zwischen Jumpline, einer Drop Abhang und der Northshore Line. Ich entschied mich stets für die Drops, da diese momentan auf meinen Übungsplan stehen.

Crans Montana Bikepark
Kleinere Drops zum Üben

Schönheit

Den ganzen Tag musste ich immer wieder einmal anhalten um ein paar geniale Fotos zu schiessen. Die Landschaft lud immer wieder dazu ein und ich wollte nicht einfach den ganzen Tag nur schnurstracks die Piste runter jagen ohne auch einmal die Landschaft zu geniessen. Das obligate Selfie musste natürlich auch noch gemacht werden. Die war diesmal nicht so einfach und ich musste mit einem alten, morschen Holzbalken ein Stativ improvisieren.

Crans Montana Bikepark
Berglandschaft & Bikepark. Was will man mehr?
Crans Montana Bikepark

Fazit

Mir machte der Bikepark Crans Montana erneut riesen Spass. Leider musste ich aus konditionellen Gründen viel zu früh pausieren. Ich kann sagen, dass dieser Park zwei Tage wert ist gefahren zu werden. Die rote Strecke bietet viel Abwechslung und das Zielgelände viele Elemente um die Fahrtechnik zu verbessern oder auch die Angst zu überwinden. Das Übungsgelände ist gut gebaut. Start- und Zielbereich bieten mit einer Bar, Übungsgelände und einem Bikeshop enorm viel und man trifft Gleichgesinnte. Mit ein paar Worte auf Französisch sollte man sich schon verständigen können. Der Preis für eine Tageskarte geht mit CHF 45.00 völlig in Ordnung. Die Strecken werden so gut es bei dem Boden geht gewartet und gepflegt. Die Betreiber lassen sich stets neue Elemente und Hindernisse einfallen, so war die Strecke eine völlig Neue, im Vergleich zum letzten Jahr. Vor allem sind viele Sprünge dazugekommen was ich sehr begrüsse. Grandioser Bikepark mit viel Potential für die Zukunft. Ich werde bestimmt nicht das letzte Mal in Crans Montana gewesen sein.

Panorama Crans Montana Bikepark
Panorama Crans Montana Bikepark

Bewertung

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Marc Schürmann

Ich wurde 1983 geboren und wohne in Graubünden. Ich bin der Gründer von allmountain.ch und blogge über meine grösste Leidenschaft, dem Mountainbiken.

4 Responses

  1. Hallo. Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel.Ich mag Deine Webseite!

  2. Christian sagt:

    Hallo!
    Interessanter Bericht! Ich war das letzte Mal im 2016 in Crans Montana. Muss unbedingt wieder gehen. Bist du den schwarzen Trail ebenfalls (auch wenn nur angehend) gefahren? Der wird wahrscheinlich dann mein Übungsobjekt das nächste Mal. Gruss Christian

    • Marc Schürmann sagt:

      Sali Christian

      Danke für deinen Kommentar. Nein, die schwarze Piste bin ich noch nicht gefahren. Aktuell fahre ich gerne flowige Sachen mit vielen Sprüngen, um meine Airtime zu verbessern. Technische Trails stehen aber auch noch auf meiner ToDo Liste. Crans Montana lohnt sich wirklich. Und wenn du schon im Wallis bist, tue dir auch gleich noch Verbier, St. Luc und Bellwald an.

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