Rider of the month – Fabienne Tanner

Rider of the month

Jeden Monat werden eine leidenschaftliche Mountainbikerin oder ein leidenschaftlicher Mountainbiker vorgestellt. Sie erzählen uns ihre Geschichte rund ums Fahrrad. Ich freue mich, euch jeden Monat eine wichtige Persönlichkeit für unseren Mountainbike Sport vorzustellen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass Sie viel für unseren Sport tun, sei es als Profi, als Bike Guide, als Tourismusexperte oder als ganz normaler Biker. Alle diese grossartigen Persönlichkeiten haben es verdient vorgestellt werden. Vielen Dank für euer Engagement.

Fabienne Tanner im Interview

Diesen Monat beantwortet Fabienne Tanner meine Fragen. Fabienne kenne ich als stets fröhliche und lachende Person. Sie macht ab und zu verrückte Sachen, wie etwa an einem 24 Stunden Downhillrennen mitzumachen. Sie ist definitiv eine Powerfrau. Ich freue mich, euch diese Persönlichkeit des Mountainbikesports vorzustellen. Vielen Dank Fabienne für dein Engagement.

Wer bist du?

Mein Name ist Fabienne. Ich bin süsse 157cm gross, 28 Jahre alt und wohne in Adliswil ZH. Nebst meiner Tätigkeit als Teamleiterin in einem Family Office in Zürich, bin ich auch bei der freiwilligen Feuerwehr in Kilchberg engagiert und im Reitverein Müliberg als Vorstandsmitglied im Sektor Juniorenbetreuung tätig. Seit 18 Jahren begleitet mich mein 22 jähriger Haflinger Wallach durch den Alltag, welcher einen ruhigen Ausgleich zu meinem sonst actionreichen Leben bietet. Meine Freunde, meine Familie und natürlich mein kleiner Neffe und Göttibueb sind die Stützpfeiler in meinem Leben.

Fabienne Tanner
Fabienne Tanner, rider of the month November 2019.

Wie bist du zum Mountainbiken gekommen?

Während ich in meinen jungen Jahren noch das typische Pferdemädchen war und die meiste Zeit im Stall verbrachte, war mein Bruder schon ein angefressener Downhill Biker. Aufs Bike gekommen bin ich dann erst einige Jahre später. Angefangen habe ich mit BMX fahren, zusammen mit meiner besten Freundin Silja. Im Urlaub in Saalbach hab ich dann das Downhillen für mich entdeckt. Trotz einem ziemlich üblen Abflug nach dem zweiten Run wusste ich, dieser Sport lässt mich nicht mehr los. Kurz darauf verkaufte ich mein Verde Eon BMX und konnte mein erstes Downhill Bike (YT Tues) von einem guten Freund übernehmen. Mein Bruder hat mir in den letzten 8 Jahren alles wichtige beigebracht und mich unterstützt wo er nur konnte.

„Mein Bruder ist mein bester Lehrer. Von ihm habe ich viel gelernt in den letzten Jahren.“

Was bedeutet für dich Mountainbiken?

Anfangs war es die Herausforderung und der Wille besser zu werden. Mittlerweile sind da noch viele Gründe dazugekommen. Das Miteinander, der Spirit, sich gegenseitig pushen und inspirieren. Das Wichtigste? Einfach eine geile Zeit zusammen auf dem Bike erleben. Auf meinem Bike kann ich dem Alltag entfliehen und vergesse für einen Moment all die Verantwortungen und Verpflichtungen welche die Woche so mit sich bringt. Durch das Biken sind in den letzten Jahren tolle Freundschaften und Erlebnisse entstanden, welche ich definitiv nicht missen möchte.

„Es gibt für mich viele Gründe aufs Mountainbike zu steigen.“

Wie sieht dein Fuhrpark aus?

Ich fahre ein YT Industries Tues CF 2018 und ein Giant Reign 2018. Bei beiden Bikes hab ich nur den Rahmen gekauft und den Rest mit meinen Lieblingsparts aufgebaut. Zusätzlich habe ich noch ein YT Industries Dirt Love 2014 und dann ist da noch mein erster, alter, YT Tues Rahmen von dem ich mich nicht trennen kann.

„Mein Giant Reign, aufgebaut mit meinen Lieblingskomponenten“

Auf welchen Trails trifft man dich an?

Mein Bikepark Number 1 ist definitiv in Kanada (Whistler). Da dieser aber leider nicht gerade im die Ecke ist, bin ich oft in der Lenzerheide, im Alpenbikepark oder auch im Brandnertal, in Serfaus oder in Leogang anzutreffen. Zu den absoluten Lieblingen gehört aber auch die Region um den Reschenpass.

„Da Kanada nicht gerade um die Ecke liegt, bin ich auf viel in Leaogang anzutreffen.“

Was war dein grösstes Abenteuer?

Das 24h Downhill Race the Night am Semmering, welches ich in diesem Jahr als Einzelfahrerin in Angriff genommen habe, war wohl das herausfordernste was ich mit meinem Bike je gemacht habe. Durch die professionelle Vorbereitung von meinem Coach Simon Gosso von GMS Mental Sports, konnte ich die 24 Stunden, ohne Pausen, komplett durchfahren. Auch habe ich dieses Rennen genutzt um Spendengelder für eine Hilfsorganisation (Pferde in Not) zu sammeln. Es sind knapp 2000.- zusammengekommen, was mich nebst dem Erfolg am Rennen, von ganzem Herzen gefreut hat. Abschliessend kann ich sagen, dass das die härtesten 24 Stunden meines Lebens waren. Ein detaillierter Beitrag dazu, kann auf der Webseite von GMS Mental Sports nachgelesen werden.

„Das 24h Downhill Rennen hat mich körperlich und mental an die Grenzen gebracht“

Was war deine grösste Herausforderung?

Ganz klar, das 24h Rennen. Ich gehe nie kopflos an einen neuen Sprung heran und fahre es nur dann, wenn ich mir sicher bin, dass ich soweit bin. Auch dann können noch genügen Dinge schief gehen. ; )

„Ich gehe nie kopflos an einen neuen Sprung heran.“

Wie gehst du mit dem Thema Angst um?

Angst hab ich nie aber es fährt immer eine gesunde Portion Respekt vor neuen, schwierigen Sprüngen und Passagen mit. Meist schaue ich mir einige Fahrer an wie sie diese Stelle bewältigen und suche mir dann eine für mich passende Line aus.

„Angst habe ich nie aber gesunden Respekt.“

Hast du dich schon einmal verletzt?

Vor grossen Verletzungen bin ich zum Glück bis jetzt verschont geblieben. Am Gurtentrail mussten mal meine Rippen dran glauben. Öfters versuche ich meine Technik im „Flug über den Lenker“ zu perfektionieren oder muss feststellen, dass Bäume aus dem Nichts in meiner Ideallinie auftauchen. Was meist zu ungewollten Verrenkungen und Kopfschmerzen führt. Meinen Osteopathen freuts.

Was tust du noch ausser Mountainbiken?

Reiten, MX, Feuerwehr… Ich bin für alles zu begeistern, solange es nicht mehr als 5 Meter über dem Boden ist.

„Seit 18 Jahren ist Merlin mein treuer Begleiter“

Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ich denke wir sind auf einem guten Weg. Die Bikeparks machen Jahr für Jahr enorme Fortschritte und versuchen allen Bikern gerecht zu werden. Mal klappts besser, mal weniger aber der Wille für Veränderungen ist da. Viele vergessen oft, dass hinter diesen Trails viel Arbeit steckt, welche wir nicht sehen.

Was möchtest du anderen Bikerinnen und Bikern noch sagen?

Die Community wächst und es freut mich sehr, dass auch immer mehr Frauen zu diesem Sport finden.

Mehr von Fabienne Tanner

Mehr von Fabienne gibt es auf ihrer Facebook Seite oder auf Instagram.

Ich freue jedesmal wenn ich Fabienne im Bikepark sehe und wenn es um Bikepark shredden geht, kann ich noch viel von ihr lernen..

Foto Credits

Alle Fotos wurden von Fabienne Tanner zur Verfügung gestellt. Die Fotos dürfen ohne ihre Einwilligung nicht kopiert oder weiterverwendet werden.

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