10 wichtige Tipps für den MTB Night Ride – Mountainbiken bei Nacht

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Den Home Trail neu erleben

Seinen Home Trail kennst du so gut wie die eigene Westentasche. Schon tausend mal hast du ihn befahren und er stellt keine besondere Herausforderung mehr dar. Doch wenn dir der Home Trail zu langweilig wird, befahre ihn bei Nacht. Sofort schiesst dein Puls wieder in die Höhe und das Adrenalin wird kräftig in deinen Blutkreislauf gepumpt. Beim Biken im Dunkeln zeigt sich der Trail von einer ganz neun Seite. Das gefahrene Tempo erscheint dir gefühlt schneller, als es eigentlich ist und Hindernisse erscheinen plötzlich gefährlicher. Mountainbiken bei Nacht ist ein ganz besonderes Erlebnis und du erlebst die Natur nochmals intensiver. Es herrscht eine beinahe erschreckende Stille. Nur ab und zu hörst du ein Knacken aus dem Wald oder ein Uhu in der Ferne. Angst im Dunkeln solltest du auf keinen Fall haben wenn du mit dem Mountainbike im Dunkel rumkurvst!

10 wichtige Tipps für den MTB Night Ride

Biken bei Nacht ist toll. Du solltest jedoch einige Punkte beachten um wirklich Spass dabei zu haben. Ich verrate dir, worauf es beim MTB Night Ride ankommt und auf was du achten sollst. Hier 10 wichtige Tipps für den MTB Night Ride:

1. Die richtige Beleuchtung

Wer im Dunkeln mit dem Mountainbike unterwegs braucht Licht und zwar gutes Licht. Eine billige Fahrradlampe aus dem Baumarkt reicht nicht. Die Lampe sollte eine Leuchstärke von über 1500 Lumen haben, sonst wird’s kein Vergnügen. Solche Lampen haben oft einen externen Akku und leuchten gut und hell über mehrere Stunden, auch bei voller Lichtpower. Am Besten eignen sich Lampen die am Helm befestigt werden können. Lampen am Lenker eignen sich nur bedingt, da sie die Kurven nicht genügend ausleuchten. Das kann schnell einmal gefährlich werden, denn hinter jeder Kurve kann eine Gefahr lauern. Gute Lampen kosten gut um die 200.– Franken. Die Anschaffung einer solchen lohnt sich aber!

Ich empfehle folgende 3 Modelle:

ACHTUNG!!! Alle 3 Lampen sind nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Deshalb benutze ich auf der Strasse zusätzliche ein einfaches Licht von Knog. ALs Rücklicht genügt eine günstige Lösung.

2. Geschwindigkeit anpassen

Trotz hell leuchtender Helmlampe ist die Sicht um einiges eingeschränkter als am Tag. Hindernisse sind schlechter erkennbar und ein herabhängender Ast kann schnell übersehen werden. Darum gilt: Geschwindigkeit anpassen! Im Dunkeln brauchst du keinen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Fahre am besten den gleichen Trail mehrmals und checke die Situation erst einmal ab, dann kannst du beim zweiten Mal ein wenig mehr Gas geben. Fahre immer auf Sicht und passe dein Tempo so an, dass du jederzeit vor einem Hindernis bremsen oder ausweichen kannst!

3. Wähle deinen Trail sorgfältig

Es ist nicht unbedingt die beste Idee, sich bei Nacht an einen steilen und verblockten Trail zu wagen. Fahr also lieber einfachere Trails, die du bereits kennst und lasst dich nicht auf Experimente ein. Such dir eine kurze Runde aus und sei nicht zu lange im Dunkeln unterwegs. Sei dir stets sicher wo du bist, denn du willst dich in der Nacht nicht verfahren.

4. Zieh dich warm an

Jetzt gegen Frühling werden die Tage wieder länger und wärmer. Am Abend kühlt es aber noch ziemlich ab und die Temperaturen fallen gerne Richtung Nullgradgrenze. Kleide dich unbedingt genügend warm. Es gibt nichts unangenehmeres als irgendwo im Dunkeln zu frieren. Ein Tipp von mir: Fahre mit Bike Rucksack, denn das bringt gleich mehrere Vorteile: 1. Du kannst was zusätzliches einpacken. 2. Hast du doch zu warm, kannst du etwas ausziehen und verstauen. 3. Du kannst den Akku der Helmlampe verstauen. Ich fahre Nachts also immer mit Bike Rucksack.

Pro Tipp: Alternativ empfiehlt sich auch ein leichter Hip Pack, statt ein grosser Rucksack. Hier empfehle ich den Hip Pack von Evoc.

Mountainbiken bei Nacht
Warm eingepackt und mit Helmlampe ausgestattet. So macht die Fahrt im Dunkeln Spass

5. Checke dein Material

Reparaturen am Bike sind mühsam und umständlich und bei Dunkelheit gleich doppelt so schwer. Du willst Nachts nicht dein Bike zusammenflicken müssen! Checke also vorgängig dein Material! Überprüfe auch gleich deinen Reifendruck und den festen Sitz deiner Helmlampe! Hat dein Akku noch genug Power für die ganze Ausfahrt? Du willst nicht plötzlich im Dunkeln stehen. Nimm dein Handy mit für Notälle! Fahre Tubeless!

6. Akkulaufzeit verlängern

Die meisten Lampen haben verschieden Leuchtstärken. Verwende beim hochpedalieren die kleinste Stufe, die reicht vollkommen aus. Beim Downhill kannst du dann auf die volle Lichtstärke aufdrehen. Kontrolliere aber vor der Abfahrt unbedingt deine Akku. Denn wenn dir bei hohem Tempo plötzlich das Licht ausgeht weil der Akku leer ist, dann ist’s schnell vorbei mit dem Night Ride Spass. Ist mir übrigens schon einmal passiert.

7. Respektiere die Wildtiere

Zu keinem anderen Zeitpunkt wirst du so viele Wildtiere sehen, wie auf einer Mountainbike Ausfahrt bei Nacht. Es kann gut sein, dass du an einem Abend rund einem Dutzend Wildtieren begegnest. Sei dir bewusst, Wildtiere sind nachtaktiv und du fährst in ihrem Revier herum. Fahre also so, dass du den Lebensraum der Waldbewohner respektierst und die Tiere nicht unnötig aufscheuchst. Falls du reflektierende Augen entdeckst, blende das Tier nicht unnötig. Geblendete Tiere bleiben meistens stehen. Am besten bleibst du stehen und wartest einen Moment, bis das Tier im Wald verschwindet. Ausserdem ist es einfach auch mal schön stehen zu bleiben und die Tiere zu beobachten, die du sonst eher selten zu sehen kriegst.

8. Blende nicht andere Teilnehmer

Es kann sein, dass du bei Dunkelheit doch nicht alleine im Wald unterwegs bist. Wenn dir also ein Fussgänger, Biker oder Hündeler entgegenkommt blende ihn nicht! Dimme deine Helmlampe oder blicke vor dir auf den Boden. Du selbst möchtest auch nicht geblendet werden. Und ein freundliches „Grüezi“ nicht vergessen!

9. Nur nicht übertreiben

Der neue Adrenalinschub verleitet schnell einmal zu Überheblichkeit und Fahren über dem Limit. Sei vernünftig, passe die Geschwindigkeit an, achte auf Wildtiere und fahre stets in der Komfortzone!

10. Hab Spass und geniesse!

Sattel dein Bike, schallte dein Licht ein und hab Spass beim Mountainbiken im Dunkeln! Entdecke deinen Home Trail bei Nacht, du wirst ihn mit ganz andere Augen sehen und auf eine neue Art erleben. Halte auch mal an und beobachte den Wald. Du wirst erstaunt sein, was um dich herum alles passiert. Verweile auf dem höchsten Punkt und betrachte die Lichter der Stadt (oder Dörfer), Atme die frische Luft und lausche den Geräuschen des Waldes.

Zusatztipp

Ein MTB Night Ride bei Vollmond ist der Hammer. Das Mondlicht verwandelt die Nacht beinahe zum Tag.

Mountainbiken bei Nacht

Wie siehst du das?

Bist du auch im Dunkeln unterwegs oder bis du ein „am Tag“ Biker? Hast du deine Bike Lampe am Lenker oder am Helm? Welche Lampe benutzt du? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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3 Responses

  1. Hitsch sagt:

    Danke für diesen (für mich) sehr wertvollen Beitrag! Habe nun mit dem MTB-Training bei Nacht begonnen und bin derzeit dran, mich für dieses aufzurüsten. Ich bin jetzt 2mal einer meiner Hometrails gefahren und hab schon einige Erfahrungen gesammelt. War bis anhin nur mit den Knog’s unterwegs (habe diese schon länger), ging einigermassen, aber so ab 30 kmh wirds dann mit diesen definitiv kriminell 😉 Das Hip Pack finde ich super! Werde mir ein solches zulegen…

    Gruss Hitsch

  2. sara sagt:

    die Piko ist super – aber sie wird auch sehr schnell warm und dimmt dann selber ‚runter, um nicht zu überhitzen. Das ist natürlich etwas uncool, aber bei Temperaturen über 0 Grad muss man dann halt die vollen Lumen mit Bedacht einsetzen.

  3. Marc Schürmann sagt:

    Das kann während der Fahrt natürlich schon ein bisschen überraschen. Bei mir war mal auf dem Trail der Akku leer. Da gingen dann schnell mal die Lichter aus.

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