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Bye bye Jasper

Nach nur 3 Tagen verliessen wir das wunderschöne Jasper, weiter Richtung Kamloops, rund 400Km südlich. Die Fahrt dauerte rund 7 Stunden, mit regelmässigen Pausen. Wir verbrachten somit den ganzen Tag sitzend um Auto. Nach kurzer Zeit überquerten wir die Grenze von Alberta nach British Columbia und kamen dadurch auch in ein neue Zeitzone. Dabei fiel mir auf, dass ich bis anhin noch nie eine Zeitzone fahrend überquert habe, sondern nur immer in einem Flugzeug. Beides Varianten sind aber schmerzlos 😀 . Auf der gesamten Reise verliessen wir oft die Hauptroute und durchquerten die angrenzenden Ortschaften, um ein Bild von Kanada jenseits der Touristenattraktionen zu erhalten. Viele Orte wirken wie ausgestorben, ein kurzer Abstecher lohnt sich aber immer, denn dabei entdeckten wir manchmal kleine Überraschungen.

Kleine Schweizer Bäckerei in Valemount
Kleine Schweizer Bäckerei in Valemount

Sichtung des ersten Bären

Ziemlich verblüfft und überrascht waren wir, als hinter der Leitplanke (oder wie die Kanadier die Dinger nennen) der Kopf eines Schwarzbären hervorlugte. Brav wartete er am Strassenrand, bis es sicher war, die Strasse gefahrenlos zu überqueren. Der Bär verhielt sich als kreuze er den Highway nicht zum ersten Mal. Wir realisierten zu Beginn überhaupt nicht, dass wir unseren ersten Bären in Kanada gesehen haben, hatten daher die Kamera überhaupt nicht griffbereit und daher auch kein Beweisfoto. Dafür sind wir im Auto fast ausgeflippt den ersten Bären live erlebt zu haben. Es gibt also doch Bären in der freien Wildbahn  😯 .

Little Hell’s Gate

Mitten auf dem Southern Yellowhead, zwischen Blue River und McMurphy, steht ein kleines und unscheinbares Schild, mit der Aufschrift „Little Hell’s Gate“ am Strassenrand. Als wir es erblickten, waren wir bereits daran vorbei gefahren. Der Name klang jedoch so verlockend, dass wir umgedreht haben, um uns diese Höllentor ein wenig genauer anzusehen.

Hinweisschild zum Little Hell's Gate
Hinweisschild zum Little Hell’s Gate

Wir konnten uns nicht viel darunter vorstellen, vermuteten aber irgend eine Schlucht, Höhle oder einen Wasserfall. Die Allradunterstützung eingeschaltet, fuhren wir die lange und holprige Kiesstrasse hinunter zu, die in einem kleinen Wendeplatz endete. Die Fahrt dauerte sicherlich eine gute Viertelstunde, bis die Strasse endete und wir das Little Hell’s Gate erreichten.

Little Hell's Gate

So nach Hölle sah dann das Tor doch nicht aus, mehr wie ein normaler Bach, der sich durch den Fels schlängelt. Die Hintergrundgeschichte, wie der Ort zu diesem Namen kam, habe ich nicht recherchiert. Somit blieb mehr Zeit für kleine Spässe. Der kurze Abstecher zum Little Hell’s Gate lohnte sich allemal, denn hier war keine Menschenseele und wir konnten das Höllentor in Ruhe auf uns wirken lassen.

No jumping at Little Hell's Gate
No jumping allowed. Am I evil? Yes I am!

Veränderung der Landschaftsbilds

Anfänglich zeigt sich ein Landschaftsbild, dominiert von grün und voller Leben. Die Strasse links und rechts gesäumt von grünen Nadelbäumen. Umso weiter wir Richtung Kamloops und damit südlich fuhren, desto trockener wurde das Klima und brauner das Landschaftsbild. Anstatt Bäume war nun vermehrt trockenes Grasland zu sehen. Die einzig grünen Grasflächen wurden landwirtschaftlich genutzt und künstlich bewässert. Immer wieder befand sich ein grünes Quadrat aus Gras mitten in der trockenen Umgeben, umgeben von tristen Brauntönen.

Ankunft in Kamloops und die Suche nach einer Unterkunft

Auf der Suche nach einer Bleibe stellten wir uns sehr ungeschickt an. Wir suchten eher was abseits der Stadt, draussen in der Natur, weder Mitten im Getümmel. Online stiessen wir auf das Lac Le Jeune Wilderness Resort. Bestimmt die schlechteste Unterkunft auf unserer Reise, jedoch an einer wunderschönen Lage.


Marc Schürmann

Ich wurde 1983 geboren und wohne in Graubünden. Ich bin der Gründer von allmountain.ch und blogge über meine grösste Leidenschaft, dem Mountainbiken.

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