Die Startgebühr für die Hörnli Trailjagd 2019 wurde zur Hälfte von Arosa übernommen. Ich wurde von Arosa zur Teilnahme eingeladen.

Neue Teamkonstellation

In Arosa fand die dritte Ausgabe der Hörnli Trailjagd statt. In diesem Jahr war die Team Konstellation ein wenig anders als bei der letzten Hörnli Trailjagd. Ich startete nicht mit Pascal wie sonst, sondern mit Nadine im Mixed Team.

Was ist die Hörnli Trailjagd?

Die Hörnli Trailjagd in Arosa ist eines von drei Spassrennen, organisiert von „die Rasenmäher„. Ausser der Hörnli Trailjagd Arosa gibt es noch die Schnitzeljagd Sölden und die Knödeljagd Val Gardena. Ziel ist es, in möglichst kurzer Zeit Checkpoints anzufahren und seine Trailmap abzustempeln. Einige Posten sind unbemannt, bei anderen muss man kleine Aufgaben meistern. Die Schwierigkeit dabei: Die Trailmap wird den Teams jeweils erst 30 Minuten vor dem Start ausgehändigt. Man erfährt also erst kurz vor dem Startschuss, wo sich die Posten befinden. Ein Orientierungslauf auf dem Bike.

Ein Rennen und ein Date

Wie schon am Anfang erwähnt, startet ich dieses Jahr im Mixed Team mit Nadine. Das Besondere daran: Nadine habe ich zuvor noch nie gesehen und wir hatten ausschliesslich per Mail und Handy Kontakt. Nadine arbeitet bei der Mutterfirma von bikester.ch, eines der grössten Onlinehändler für Fahrräder und Zubehör. Durch die Wahl zum „Beliebtester Fahrrad Blog“ hatte ich vermehrt mit Nadine zu tun und wurde immer wieder von bikester.ch unterstützt, wie etwa beim Aufbau des Bold Unplugged Volume 1 oder dem Dartmoor Hornet. Ich war also sehr gespannt auf Nadine. Darum haben wir das Rennen eigentlich auch als „unser erstes Date“ betitelt und auch gleich als Teamnamen für die Hörnli Trailjagd 2019 gewählt.

Wenig Vorbereitungszeit

Das Rennen fand am Samstag statt. Nadine und ich kamen erst am Freitag, gegen Abend in Arosa an. Nadine musste noch arbeiten und ich hatte einen Todesfall in der Familie. Am Freitag fand die Beerdigung statt. Ich fühlte mich daher ziemlich gestresst und war unkonzentriert.

Starnummern Ausgabe

Wir hatten uns bereits im Hotel einquartiert und konnten auch gleich die Starnummern im Zielgelände abholen. 55A und 55B. Die Bikes bereiteten wir erst am nächsten Morgen vor. Wir hatten am Morgen genügend Zeit um uns für das Rennen zu rüsten. Wir genehmigten uns vor dem Schlafengehen noch ein kühles Bier.

Hoch zum Startgelände

Am Samstag Morgen standen wir früh auf, Frühstückten ausgiebig und bereiteten uns auf die Hörnli Trailjagd 2019 vor. Bei Talstation der Weisshornbahn hatte sich bereits eine lange Schlange gebildet. Wir reihten uns ein und warteten auf die nächste Gondel. Wir mussten mindestens noch drei Gondeln warten. Die Gondel war gut gefüllt.

Gut gefüllte Gondel an der Hörnli Trailjagd 2019
Gut gefüllte Gondel an der Hörnli Trailjagd 2019.

Das Startgelände

Das Rennen startete, wie schon an der Schnitzeljagd in Sölden, wegen den noch grossen Schneemassen, bei der Mittelstation der Weisshornbahn. Wir reiten unsere Bikes in einem der freien Plätze ein und wartete auf das Briefing und die Ausgabe der Trailmap.

Aufgereihte Bikes and er Hörnli Trailjagd 2019
Vorbildlich waren die Bikes für die Hörnli Trailjagd 2019 aufgereiht.

Das Briefing

Holger Meyer begrüsste uns auf dem Berg, instruierte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den Ablauf der Hörnli Trailjagd 2019 und dann wurden auch schon die Trailmaps verteilt. Wegen der grossen Schneemengen in höheren Lagen gab es einige Änderungen bei der Routenplanung. Der Hörnlitrail, der an diesem Wochenende eigentliche hätte eröffnet werden sollen, konnte noch nicht befahren werden. Wir hörten Holger daher aufmerksam zu und markierten die abweichenden Checkpoints auf der Trailmap.

Holger Meyer instruierte zur Hörnli Trailjagd 2019
Holger Meyer instruierte die Teilnehmer der Hörnli Trailjagd 2019 und verkündete die Änderungen.

Keine einfache Jagd

Die neuen Standorte der Checkpoints machten die Hörnli Trailjagd 2019 zu einer Herausforderung. Die Transportmittel, um Höhenmeter zu sparen, hatten begrenzt freie Plätze und fuhren nur stündlich. Ohne Unterstützung mussten man über 1000 Höhenmeter aus eigener Kraft überwinden. Die Planung war daher für uns nicht einfach.

Los geht es

Dann ging es los. Der Startschuss fiel. Etwa 200 Mountainbikerinnen und Mountainbiker rasten über die Startlinie. Wir hatten uns für den ersten Checkpoint auf dem Weisshorn entschieden. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten in eine andere Richtung.

Erste Planänderung

Da wir relativ weit hinten startete, waren wir auch nicht die ersten bei der Gondel, die uns aufs Weisshorn transportieren sollte. Die Schlange war schon lang und uns dauerte die Wartezeit zu lange. Wir entschieden uns daher, den Checkpoint am Löser anzufahren.

Pleiten, Pech und Platten

Kaum 15 Minuten unterwegs, wurde mein Flow abrupt unterbrochen. Auf einer einfachen Passage, schon beinahe eine normale Forststrasse, erwischte es meinen Hinterreifen. Bei jeder Umdrehung spritze Dichtmilch aus dem Reifen, vermochte aber nicht das Loch zu schliessen. Schnell verlor ich Luft und der Reifen war nach wenigen Metern platt.

Während ich den Reifen versuchte zu reparieren, fuhren eine Vielzahl andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an uns vorbei. Netterweise fragte jedes Team, ob wir Hilfe benötigten. Man hilft sich gegenseitig. Als ich das Loch nicht dicht bekam, entschied ich mich, mit Schlauch weiterzufahren. Der Reifen war noch voller Dichtmilch. Beim Einsetzen des Fahrradschlauchs gab es eine riesen Sauerei. Durch diese blöde Panne hatten wir rund 30 Minuten verloren.

Platter Reifen flicken
Gleich zu Beginn des Rennens hatte ich einen platten Reifen. Das Flicken kostete Zeit.

Trailhighlight

Der Trail vom Löser hinunter war ein Highlight und technisch herausfordernd, und das gleich zu Beginn. Einige Passagen waren ziemlich schwierig zu fahren. Aber der Trail machte tierisch grossen Spass.

Technische Passage. Nadine meisterte diese mit Bravur und Gelassenheit.

Die Checkpoints

Wir kamen ziemlich verspätet zum ersten Checkpoint, den Posten von Reifenhersteller Continental. Hier mussten wir eine Aufgabe erfüllen, um den begehrten Stempel auf unsere Trailmap zu kriegen. Ich musste in einer Radtasche Sackhüpfen, während mich Nadine mit einer Wasserpistole nassspritzen durfte. Die erste Aufgabe hatte wir mit Bravur bestanden. Weiter fuhren wir von Checkpoint zu Checkpoint und meisterten auch die weiteren Spiele die uns erwarteten.

Lustige Spiele an der Hörnli Trailjagd 2019
Die erste lustige Aufgabe meisterten wir mit Bravur.

Zeit aufholen

Wir brausten über Trails, Forststrassen und durch Bergbäche und versuchten irgendwie wieder die verlorene Zeit gutzumachen. Nach dem Rückschlag am Anfang der Hörnli Trailjagd 2019, kamen wir jetzt besser voran.

Teilweise waren die Bergbäche ordentlich tief.

Auf dem Weisshorn

Ein Checkpoint führte uns auf das Weisshorn. Den Posten wollten wir eigentlich gleich zu Beginn anfahren, änderten dann aber den Plan. Später hatten wir den Gipfel dafür für uns alleine. Uns war bewusst, dass wir keine gute Platzierung mehr einfahren konnten und nahmen es ab nun etwas gemütlicher. So blieb auch mal Zeit für ein schönes Erinnerungsfoto.

Auf dem Weisshorngipfel
Nadine posiert auf dem Weisshorngipfel.

Wir hatten so unsere Probleme

Der platte Reifen gleich zu Beginn der Hörnli Trailjagd 2019 warf mich ziemlich aus der Bahn. Ab da hatte meine Mühe richtig in die Gänge zu kommen. Wir waren alles andere als schnell unterwegs und die Checkpoints fanden wir auch nicht immer auf Anhieb. Anderen Teams schien es nicht besser zu ergehen.

Hörnli Trailjagd 2019 in Arosa
Der nächste Checkpoint könnte überall sein., Nicht immer waren diese gut ersichtlich.

Es wurde nicht mehr besser

Die Zeit lief und davon und uns fehlten noch die Hälfte der Checkpoints. Weiteren Teams erging es genau gleich. Wir versuchten uns durchzufragen, hofften einige Insider Tipps zu kriegen. Doch immer mehr wurde uns klar, dass es in der vorgegebenen Zeit nicht mehr schaffen war. Es war unmöglich in der verbliebenen Zeit noch die letzten drei Checkpoints anzufahren und es dann pünktlich ins Ziel zurückzuschaffen.

Hoffnungslos

Als wir auch den nächsten Posten nicht fanden und zusammen mit einem anderen Team umherirrten, entschieden wir die fehlenden Checkpoints auszulassen und Richtung Ziel zu fahren. Mit der Rhätischen Bahn fuhren wir mit vielen weiteren erfolglosen Teams zurück nach Arosa.

Ins Ziel

Enttäuscht und mit einem schlechten Gefühl fuhren wir durchs Ziel. Ganze drei Checkpoints fehlten uns am Ende. Die Hörnli Trailjagd 2019 verlief für uns alles andere als optimal.

Hörnli und Ghackets

Ziemlich erschöpft vom anstrengenden Tag gingen wir zurück ins Hotel und freuten uns auf eine Dusche. Uns knurrte der Magen und wir hatten Hunger. Nach dem Frischmachen füllten wir unsere leeren Batterien beim „Hörnli mit Ghackets“ Essen beim Zielgelände. Wir quatschten mit anderen Teams und fanden heraus, dass es die meisten nicht erfolgreich ins Ziel schafften. Nicht nur wir hatten heute Mühe, den meisten Teams erging es genau gleich.

Dies zeigte sich am Schluss auch auf der Gesamtrangliste. Beinahe die Hälfte aller teilnehmenden Teams wurden disqualifiziert, weil sie nicht alle Checkpoints abgestempelt hatten.

Trotzdem ein guter Event

Es war die dritte Ausgabe der Hörnli Trailjagd in Arosa und die letztjährige Trailjagd war bereits ein richtig toller Event gewesen. Doch die dritte Ausgabe enttäuschte. Dies ist nicht die Schuld des Veranstalters oder von Arosa. Mit den grossen Schneemassen konnte einfach keine ideale Lösung gefunden werden und das Rennen musste zwangsweise umgestaltet werden. Nächstes Jahr wird die Hörnli Trailjagd bestimmt wieder ein erfolgreicher und grossartiger Event. Ich werde auf jeden Fall wieder dabei sein, denn mir macht dieses Rennformat enorm viel Spass.

Hörnli Trailjagd 2019 in Arosa
Trotz allen Schwierigkeiten und der Disqualifikation, machte die Hörnli Trailjagd 2019 in Arosa grossen Spass.

Ach ja, das Date

Vielleicht fragst du dich, was aus dem Date geworden ist. Da das Rennen nicht optimal verlief, verlief auch das Date nicht gerade ideal. Gefunkt hat es also nicht. Aber wir bleiben gute Freunde :-).

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