Abfahrt zum Abflug

Einmal im Jahr lädt mein Arbeitgeber zum Firmenanlass, mit anschliessendem Abendessen. Die Geschäftsleitung organisierte einen Rundflug mit der beliebten „Tante Ju“. Ein dreimotoriges Flugzeug, welches zwischen 1932 und 1952 gebaut wurde. Startflughafen war das Airforce Center in Dübendorf ZH. Nach Feierabend bestiegen die Mitarbeiter und deren Partner und Partnerinnen, die extra organisierten Reisebusse. Aufgeregt fuhren wir Richtung Dübendorf. Alle waren bereits gespannt auf das luftige Erlebnis.

Air Force Center Dübendorf ZH

Vor dem Air Force Center säumte ein ausgemusterter F5 Tiger Kampfjet der Patrouille Suisse den Eingang. Unverkennbar am aufgemalten Schweizerkreuz auf der Unterseite. Von Nah sieht ein Kampfjet viel grösser aus, als am Himmel. Wir betraten den Eingangsbereich und wurden in vier Gruppen eingeteilt. Jeweils zwei Gruppen starteten zum 40 Minütigen Rundflug, während die anderen Beiden zuerst das Fliegermuseum besichtigten. Wir

durften zuerst die Geschichte der Schweizer Fliegerei in Erfahrung bringen.

Fliegermuseum

Wir begegneten alten Geschichten der Aviatik und waren erstaunt über die Einfachheit von früheren Flugzeugen. Von einfachen Holzkonstruktionen zu moderneren Materialien. Von Sternmotoren bis zu modernen Strahltriebwerken. Wir erfuhren viele technische Details. Für mich als kleiner Aviatik Fan gab es viel zu Bestaunen.

In die Lüfte

Die Aufmerksamkeit für die Museumsobjekte lies abrupt nach, als die beiden Ju 52 der ersten beiden Gruppen landeten und auf dem Rollfeld an den Hallen vorbeirollten. Der laute Motorensound übertönte sowieso den Vortrag unserer Museumsführung. Die beiden Flugzeuge kamen neben den Hallen zum stehen und die Mitarbeiter stiegen, mit heller Begeisterung im Gesicht, aus.

Ju-52
Junker Ju 52 – Eine Wunderwerk des Flugzeugbaus

Nun durften wir die fliegenden Koffer, so werden die Ju 52 liebevoll genannt, besteigen. Die Motoren starteten. Im Inneren der Ju 52 herrschte Nervosität und der Start konnte kaum erwartet werden. Die beiden Flugzeuge rollten zur Startbahn und die Motoren heulten auf. Der Lärm war ohrenbetäubend, und das Flugzeug beschleunigte, bis es sich sanft in die Luft erhob, für uns Passagiere kaum spürbar. Wir bewegten uns in gemächlichem Tempo Richtung Sonnenuntergang. Der Blick reichte Kilometerweit und wir hatten ideales Flugwetter. Die beiden Flugzeuge wechselten immer wieder ihre Positionen und flogen kurze Zeit parallel nebeneinander. Wir überflogen Täler und zogen an bekannten Bergen vorbei. Für 40 Minuten kamen wir nicht mehr aus dem Staunen heraus. Mir wurde einmal mehr bewusst, was für ein wunderschönes Land, ich meine Heimat nenne.

Ju-52
Rundflug mit der Tante Ju
Ju-52
Ju-52

Abendessen

Nach dem Flug versammelten wir uns im Restaurant des Centers. Hier durften wir den weiteren Abend bei einem feinen Essen geniessen. Ein Überraschungsgast sorgte für Unterhaltung und viele Lacher. Komiker Peach Weber amüsierte uns mit einem Auszug aus seinem neuen Programm. Ich mag den Kerl und seinen Humor. Ich bedanke mich herzlich bei meinem Arbeitgeber für den gelungenen Geschäftsanlass. Vielen, vielen Dank.

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