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Leichte Tour

Nach meinen fünf Tagen Ferien in Ischgl und einem Tag lang im Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis gings wieder über die Grenze zurück in die Schweiz. Also habe ich den Scott Gambler aufs Autodach gepackt und fuhr in Richtung Schweizer Grenze, mit Ziel Scuol im Kanton Graubünden.

Unterwegs nach Scuol
Unterwegs nach Scuol

Diesmal war ich auf den Grenzübergang vorbereitet und hatte für jedes Bike einen Kaufbeleg dabei. Ein Jahr zuvor hat der Zöllner ja tatsächlich behauptet ich hätte die Bikes in Österreich gekauft, dabei pflege ich meinen Fuhrpark nur ordentlich. Bevor es auf Reisen geht werden die Drahtesel jeweils auf Hochglanz poliert. Da kann es ja schon einmal vorkommen dass sie für Neuware gehalten werden. Zum Glück verraten Kratzer und Abnutzungserscheinungen das Gegenteil. Doch diesmal war der Grenzübergang wie ausgestorben. Hatten wohl gerade Zvieri Pause.

Am frühen Abend kam ich den also in Scuol an und suchte zuerst einmal den lokalen Campingplatz auf. Einchecken und erst einmal eine heisse Dusche. Der Hitzesommer war ja zu meinem Ferienstart gänzlich vorbei, da war eine heisse Dusche richtig wohlwollend. Der Magen meldete sich ebenfalls lautstark zu Wort. Da der Abend noch jung erschien, erkundete ich die Ortschaft, solang es noch hell war.

Scuol
Wunderschönes Städtchen Scuol

Nach einer klassischen Freitagabend Mahlzeit, Pizza, schlenderte ich im Nieselregen zurück zum Zeltplatz. Ein kleiner interessanter Schwatz mit meinen wohnwagenlosen holländischen Nachbarn und dann begann auch schon das Abenteuer Camping. Der Skoda Octavia zeigte sich als ideales Wohnmobil. Nur der Billigschlafsack erwies sich als fröstelnder Reinfall. Zum Glück hatte ich noch eine Decke dabei sonst hätte ich mir in der Nacht wohl Frostbeulen geholt.

Mit kalter Nase erwachte ich ziemlich in der Früh. Das unangenehme Gefühl aus dem warmen Schlafsack kriechen zu müssen liess mich doch noch eine Weile in der Penntüte verharren. Tja, es half alles nichts, irgendwann muss ich ja meinen Arsch aus dem Auto hieven. Also auf und vorbereiten für die Tagestour.

Alles zusammengepackt oder besser gesagt, einfach mal hinten in den Kofferraum geschmissen fuhr ich zum nächsten Campingplatz ein Dorf weiter, welcher mir als Startplatz für die heutige Tour diente. Recht frisch und ein wenig fröstelnd erhoffte ich auf baldiges anheizen der Muskeln. Am Anfang gemütlich auf Teerstrasse und weiter auf Schotterweg.

Val d'Unia
Aufstieg zur Val d’Uina

Faszinierend wie dieser kleine Bach durch das Felsmassiv führt. An einigen Stellen konnte ich sehr gut erkennen wie aus dem Bach ein reissender Fluss werden kann und was hier wohl für Wassermassen den Berg runterfliessen. Die Unmengen an Steinen, Geröll und Schutt das mitgetragen wird.

Val d'Unia
Gerölllawinen

Irgendwie kaum vorstellbar. Weiter gehts hoch und hoch. Zwischendurch wird der Schotterweg ziemlich steil und der Untergrund ziemlich lose. Die Aussicht auf das Bergmassiv lässt viel versprechen was mich im späteren Verlauf noch erwartet.

Val d'Unia
Massive Berge

Abrupt endet die breite Schotterstrasse und ich wechsle auf einen schmaleren Trail, der schon eher nach Wanderweg aussieht. Dieser schlängelt sich an friedlich grasenden Kuhherden vorbei weiter den Berg hinauf. Kurz bevor die Schlucht beginnt warnt ein Schild vor dem weiteren Befahren des Wegs. Wieso wird mir dann spätestens 100 Meter weiter dann klar. Natürlich gehe ich keine unnötigen Risiken ein.

Val d'Unia
Zu gefährlich zum befahren

Schiebend oder mit dem Bike auf der Schulter lassen sich auch viel besser Fotos schiessen. Darum wird wohl diese Tour die beste dokumentierte Tour in meinen Ferien sein. Oder es lag an meiner Begeisterung für diese Schlucht.

Val d'Unia
Val d’Uina

Ich will auch keine grossen Worte mehr verlieren, denn Bilder sprechen ja bekanntlich mehr als Worte. Also geniesst die Val d’Uina.

Val d'Unia
Val d’Uina
Val d'Unia
Val d’Uina

Nach der atemberaubenden und ein wenig gefährlichen Tour führt mein weiterer Weg nach St. Moritz. Auf dem Plan stand eigentlich die Lenzerheide aber witzigerweise empfahl mir Moritz St. Moritz. Danke nochmals Moritz für den Tipp. Also auf in die Schiggi Miggi Metropole.

GPS Track


Marc Schürmann

Ich wurde 1983 geboren und wohne in Graubünden. Ich bin der Gründer von allmountain.ch und blogge über meine grösste Leidenschaft, dem Mountainbiken.

1 Response

  1. Bruno sagt:

    Hallo Marc
    Super Seite gratuliere.
    Was schön währe wenn man die Touren für E-Bike tauglich erwähnen könnte.Singeltrail ok aber ohne grosses Bike schieben.
    P.S. Viel in Savognin unterwegs
    Gruss Bruno

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