Start in Sainte-Croix

Die Tour startete im Dorf Sainte-Croix auf bereits rund 1100 Höhenmeter. Uphill Liebhaber könnten auch bereits in Vuiteboeuf starten und weitere 400 Höhenmeter die Strasse bis Sainte-Croix hochfahren. Ich bevorzugte die einfachere Variante, dafür zweimal.

Lockerer Aufstieg

Nur rund 600 Höhenmeter waren somit bis zum Ziel „Le Chasseron“ zu bewältigen. Auf der Hauptstrasse führte die Strecke nach Rasses und bog dann Links ab, vorbei an der Talstation des örtlichen Skilifts. Alternativ kann die Route auch von hier gestartet werden, da bessere Parkmöglichkeiten bestehen. Die Bergfahrt verteilte sich auf gut 8 Kilometer Länge, stetig auf Teerstrasse. Somit kam ich gut voran. Rundherum zierten Bäume die Strasse und der Ausblick war daher beschränkt.

Die letzten Meter

Die hatten es in sich. Die asphaltierte Strasse wechselte sich nun ständig mit kurzen Abschnitten auf Kies und dazu wurde es ziemlich steil. Die letzten 100 Meter Aufstieg, brauchten nochmals Kraft in den Beinen. Stress hatte ich keinen, denn ab hier war der Ausblick richtig „nice“.

Aufstieg zu Le Chasseron

Le Chasseron

Oben angekommen offenbarte sich mir einen eindrückliches Panorama. Eine ebenbürtige Alternative zur Tour auf die Creux du Van. Der Ausblick war fast genau so atemberaubend. Das Felsmassiv fiel fast senkrecht in die Tiefe. Mir bot sich ein 360 Grad Blick in weite Ferne und am Horizont konnte ich die Erdkrümmung erkennen. Ein fantastischer Ort und sicherlich weniger begangen, als die Creux du Van. Es war Wochenende und Wanderer waren nicht viele anzutreffen. Hier oben lässt sichs definitiv geniessen.

Le Chasseron
Sichtbare Erdkrümmung vom „Le Chasseron“

Erst Flow, dann Bike kurz tragen

Ab hier begann ein kurzer Flowtrail, bis zum zweiten Aussichtspunkt. Beim Restaurant führte ein schmaler Weg der Krete entlang, bis zum nächsten Aufstieg. Hier musste ich mein Bike ein kurzes Stück schultern.

Trail von Le Chasseron hinunter
Trail über die Krete auf dem „Le Chasseron“

Der zweite Aussichtspunkt

Der zweite Aussichtspunkt war zwar nicht so spektakulär wie der erste, war aber ebenfalls ein kurzer Stopp wert. Ab hier startete die durchgehende Abfahrt, zurück zum Startpunkt in Sainte-Croix.

Abfahrt vom Le Chasseron
Abfahrt vom “ Le Chasseron“

Absoluter Trailrausch

Der Start war ein wenig holprig mit einem kurzen technischen und verblockten Stück. Danach war nur noch Flow angesagt, und zwar durchgehend. Das Gefälle war angenehm, so dass ich die Bremsen viel gar nicht benötigte. Der obere Teil war steinig, danach führt der Downhill über Felder, mit diversen Erdhügeln für kleine Sprünge und wechselt dann in den Wald. Im Wald machten die kleinen Wurzelpassagen mächtig Spass und ich konnte richtig Tempo aufnehmen

Nochmal

Die Abfahrt machte einen solchen Spass, dass ich gleich nochmal ein zweites Mal zum Chasseron hochgefahren bin. Beim zweiten Mal hatte ich dann leider einen etwas heftigen Sturz. Die Rippen grüssen auch 3 Wochen danach noch  🙄

Sehr geile Tour

Der Chasseron ist ab Sainte-Croix schnell zu erreichen und je nach Kondition kann die Runde mehrmals gefahren werden. Der Downhill war technisch nicht sonderlich schwierig und machte enorm viel Spass. Wer ein wenig Ruhe möchte und die rund 1300 Höhenmeter auf die Creux du Van zuviel sind, der sollte unbedingt den Chasseron ins Auge fassen. Eine ebenbürtige Konkurrenz zur Creux du Van, und liegt ausserdem noch in der Nachbarschaft.

Le Chasseron
Unvergessliche Aussicht

Video

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GPS Track

2 Responses

  1. SamOs sagt:

    Der Chasseron bietet noch viel mehr für die, die gern etwas mehr entdecken möchten. Einerseits, von den Baumgrenze auf der Strasse in Richtung Gipfel, der Wanderweg in Richtung Les Cluds fahren. Ein Meisterstück.
    Von dort wieder hoch und der im Artikel beschriebene Weg.
    Noch weiter wäre möglich in Richtung Nordosten auf der kleine Gipfel Mont Aubert. Von dort der Wanderweg Richtung Concise folgen.

  2. Marc Schürmann sagt:

    Hey, vielen Dank für die nützlichen Tipps. Werde ich sicherlich einmal ausprobieren.

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