đ Lesedauer: 5 Minuten
| Leichte Tour |
Inhalt
Die Hausberge von Schwyz
Heute gings an die Wiederholung einer weiteren Tour vom letzten Jahr. Die Mythem Umrundung.
Ich starte bereits frĂŒh morgens ab Schwyz. Vom Parkplatz aus ĂŒber den Hauptplatz weiter Richtung Rickenbach. Von hier aus beginnt der Anstieg bis Holzegg. Auf dem ersten TeilstĂŒck fahre ich den Singletrail hinauf auf dem ich am Schluss auch wieder runterkomme. Wie sich spĂ€ter noch herausstellt werde ich diese Stelle nicht so schnell vergessen. Der Anstieg ist steil und raubt bereits viel Energie. Raus aus dem Trail und rauf auf die Strasse. Ab Kapelle gehts lange die Strasse hinauf.

Die Aussicht von hier unten ist bereits schon faszinierend. Das wolkige Wetter beschert angenehme Temperaturen um die 20 Grad.

Fast immer im Blickfeld tĂŒrmt sich der Grosse Mythen. Ein massiver Steinfels und wunderschön ist der Schwyzer Hausberg. Von hier unten noch relativ klein wirkend.

Weiter hinauf immer auf des Strasse. Ab und zu ein kleiner Foto Stopp.

Der Aufstieg schlÀngelt sich hoch
Weiter schlĂ€ngelt sich die Strasse immer mehr Richtung Grosser Mythen. Ab der Zwischenstation der neuen Mythen Seilbahn begegnen mir auch schon die ersten Wanderer. Jedoch bei dem drohenden Gewitter nur vereinzelt anzutreffen, und mehr BĂ€hnli fahrend als wandernd. Bald endet die Strasse und ab nun gehts auf Schotterstrasse bis Oben. Der Anstieg ist recht moderat und im MittelstĂŒck fast schon flach. Die starke Steigung am Anfang und vor allem am Schluss haben es aber in Sich. FĂŒr meine Waden zu viel des guten. Da powern die heute nicht hoch. Also ist auf den letzten Meter Bikewandern angesagt.
Der Ausblick genial.

Toller Ausblick auf der Holzegg
Oben angekommen gönne ich mir zuerst einmal eine kleine Verschnaufpause und wechsel mein völlig durchgeschwitztes Shirt. Nach einem kleinen Snack und die Anpassung des Reifendrucks auf Downhill gehts also los auf den ersten kleinen Trail. Hier begegnen mir auch noch vereinzelt FussgĂ€nger. Ein nettes „GrĂŒezi“ ist also durchaus angebracht. Das erste TeilstĂŒck ist gut fahrbar mit viel Flow und kleinen Anstiegen. Der zweite Aufstieg benötigt nochmals die Kraftreserven. Nochmals 200 – 300m Anstieg bis es nur noch bergab geht. Beim letzten Restaurant nochmals den Wassertank aufgefĂŒllt. 3l sind bereits leer getrunken. Schienbeinschoner – check, RĂŒckenprotektor – check, Fullface – Check.
Rasant gehts ins Tal hinunter
Ein wenig Anlauf und losgeht die rasante Abfahrt. Steil, viel Speed, viel Flow, einige kleine Drops die zum Spielen animieren. Nach diesem kurzen Einstieg danach weiter auf einer Schotterstrasse. Die Langeweile nĂŒtze ich um ĂŒber alles zu Bunny Hoppen was es zu ĂŒberhoppen gibt. Danach schnell den Abzweiger verpasst, Stopp, Verwirrung, Umkehr, „aha, da gehts weiter“. Am Anfang wird man ab und zu noch von KuhdrĂ€hten gestoppt. Anhalten, TĂŒrchen auf, auf die Weide, umdrehen, TĂŒrchen zu.
Ab jetzt nur noch Wanderweg. Immer vorausschauend, will ja kein Wanderer anrempeln. Mach mit dem Fullface ja sowieso immer allen Angst. Der Trail ist ruppig und man muss aufpassen um nicht auf dem groben Geröll wegzurutschen. Also lieber einmal mehr laufen lassen und immer die Ideallinie suchen. Die scharfkantigen Steine können locken ein pfffff Erlebnis erzeugen. Der Trail spuckt mich immer wieder auf der Strasse aus, bevor es gegenĂŒber dann wieder weiter geht. Hier ist Vorsicht geboten. Kein Autofahrer kann rechtzeitigen reagieren, wenn ihr aus dem Trail geschossen kommt. Die kleinen Drops machen richtig Spass.
Dosiert bremsen will gelernt sein
Gen Schluss gehts ruppig, pfeilschnell, steil und nur noch gerade aus bis Schwyz. Etwa 300 m bevor mich der Trail in Schwyz aus seinen FĂ€ngen lĂ€sst passiert es. Grobes Geröll, starkes GefĂ€lle und zu starke Vorderbremsen sind keine guten Freunde. So rutscht mit bei letzten SteilstĂŒck das Vorderrad seitlich weg und ich rutsche einmal ĂŒber die Steine. Lenker verdreht liegt mein Cube Bike etwa einen Meter vor mir. Ich spĂŒre den Schmerz und kann mich im ersten Moment nicht bewegen. Ein kleines Jammern hallt durch den Wald. Nach etwa 2 Minuten Totenstarre raffe ich mich wieder auf, kontrolliere mein Bike auf SchĂ€den und fahre gemĂ€chlich zurĂŒck nach Schwyz und zum Auto.
Erst zuhause konnte ich das Ausmass des Sturzes erkennen. Sieht schlimmer aus als es eigentlich ist.

Werde auf solchen Tagestouren sicherlich vermehrt Fullface und Protektoren montieren. Ging ichs im letzten Jahr noch eher gemĂŒtlich an mutiere ich je lĂ€nger zur Rampensau.
Getreu dem Motto: Safety first
GPS Track
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