Ankunft in Banff

Nach rund 140 Kilometern und knapp 2 Stunden, erreichten wir die Ortschaft Banff, im gleichnamigen Nationalpark. Banff liegt westlich von Calgary und am Osthang der Rocky Mountains. Die Kleinstadt liegt auf einer Höhe von rund 1400 Metern. Wir bezogen unser Quartier im Rocky Mountain Resort, ein wenig ausserhalb von Banff.

Touristen Hochburg

Am ersten Tag erkundeten wir die Kleinstadt, die ausserordentlich hübsch daherkam. Die Strassen waren gesäumt mit allerlei Restaurants, Souvenir Shops und Sportgeschäften. Es herrschte viel Verkehr auf den Hauptverkehrsachsen, Pickups, Wohnmobile, Busse rattern den ganzen Tag durch die Kleinstadt. Noch mehr drängten Menschenmassen auf den Bürgersteigen und in den unzähligen Souvenirläden, die alle die gleichen Sachen verkauften. Jährlich besuchen etwa fünf Millionen Touristen den Nationalpark, die meisten davon sind aus dem asiatischen Raum. In Scharen strömten sie durch die Strassen der Kleinstadt, wie Zombies mit vorgehaltenem Selfiestick. Die Hauptmasse konzentriert sich dabei auf die Sommermonate.

Bow Falls

Nur wenige Gehminuten entfernt von der eigentlichen Kleinstadt, befinden sich die Bow Falls. Ein kleiner Wasserfall des Bow Rivers, der sich durch den ganzen Nationalpark schlängelt. Der kurze Fussmarsch zum Wasserfall hatte sich gelohnt und die Menschen sind hier schon nicht mehr so dichtgedrängt.

Bow Falls im Banff Nationalpark
Bow Falls im Banff Nationalpark

Die Ruhe ist so nah – Vermillion Lakes

Auf der anderen Seite der Kleinstadt, direkt am Trans Canada Highway, befinden sich drei kleine Seen, die Vermillion Lakes, welche wir nur durch Zufall entdeckten. Ursprünglich wollten wir den berühmten Lake Louise besuchen und den Tag dort verbringen. Als wir jedoch gezwungen waren mehrere Kilometer weit weg zu parkieren und auf einen Shuttle Service zu warten, entschieden wir umzukehren und suchen auf der Karte einen anderen See. So stiessen wir auf die Vermillion Lakes. Wir hatten einfach keine Lust auf die Touristenmassen, dafür sind wir nicht nach Kanada gereist. Eine kleine Strasse führt an den drei wunderschönen Seen vorbei und endet in einer Sackgasse. Wirklich nur einige Autominuten vom Zentrum weg, herrschte eine Stille, nur das leise Rauschen des Highways im Hintergrund war zu hören. Nur vereinzelt begegneten wir anderen Menschen. Hier war eine wunderschöne idyllische Ruhe anzutreffen. Vermillion Lakes = top.

Vermillion Lakes im Banff Nationalpark
Weg vom Massentourismous. Vermillion Lakes. idyllische Ruhe im Banff Nationalpark

Der erste Kontakt – Wildlife in Kanada

Wir fuhren oft auf Nebenstrassen um mehr von der Natur und der Landschaft Kanadas zu erblicken. Bereits in Banff kreuzten wir mehrmals Herden von Mountain Goats. Unsere Freude und Aufregung war gross beim ersten Mal und wir hatten keine Ahnung, wie viele Tiere wir auf unsere Reise noch zu Gesicht bekommen würden. Unser erstes Treffen geschah auf dem Bow Valley Parkway, die Herde von Bergziegen, Mountain Goats, trottete gemütlich auf der Strasse entlang. An ein Vorbeifahren war nicht zu denken und die Tiere liessen sich von unserem Auto auch nicht beeindrucken. Uns blieb nichts anderes übrig als im Schritttempo hinterherzufahren und die Tiere zu beobachten. Wir waren begeistern, wilde Tiere einfach so auf der Strasse anzutreffen.

Mountain Goats im Banff Nationalpark
Die Mountain Goats spazieren gemütlich auf der Strasse

Sunshine Village

Sunshine Village ist ein Skigebiet innerhalb des Nationalparks von Banff. Hier wurden 1988 ein teil der Olympischen Winterspiele ausgetragen die um Calgary stattfanden. Wenn es eine Gondelfahrt gibt, die fast eine viertel Stunde dauert, dann ist es die in Sunshine Village. Die Gondelbahn überwand wahrscheinlich eine grösserer Distanz als Höhenmeter.

Sunshine Village im Banff Nationalpark
Willkommen in Sunshine Village

Wanderung in der Natur

An diesem Tag war die Sicht trübe, wegen den immer noch brennenden Waldbränden in ganz Kanada. Wir haben nie ein Feuer gesehen aber der Rauch war ständig präsent auf unserer Reise. Warme und eigentlich sonnige Tage wirkten daher manchmal düster, wie wenn ein Gewitter aufzog, doch es war einfach der dichte Rauch, der sich in den Tälern einnistete und erst beim nächsten Wind wieder fortgetragen wurde. Sunshine Village bietet mehrere kurze Wanderungen an den Bergseen vorbei. Der Weg war mehrheitlich Flach und auf breiten Kieswegen.

Bergsee bei Sunshine Village
Der Schein trügt. Traumwetter aber eingehüllt von Rauch der Waldbrände

Ein schöner Start für eine Kanada Rundreise

Nach zwei Tagen in Banff ging unsere Reise weiter nach Jasper. Banff war ein schöner Anfang um Kanadas Natur zu entdecken aber auch ziemlich Touristisch. In Jasper sollte sich dies dann bereits ein wenig ändern.

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