Wir Mountainbiker lieben es durch den Wald zu kurven. Auch gehen wir sonst gerne an die frische Luft oder sind gerne im Wald. Doch es gibt einige schwarze Schafe, die scheinen nicht zu wissen, wie man sich im Wald korrekt verhält. Jeder Waldbesucher ist Gast im Wald und hat sich auch dementsprechend zu verhalten. Ich gebe euch 10 einfach Tipps mit, wie ihr euch im Wald korrekt verhaltet und Sorge zur Natur tragt.

Corona lockt die Menschen in den Wald

Oder sollte ich vielleicht schreiben: Corona treibt die Menschen in den Wald? Seit die Corona Pandemie ausgebrochen ist, pilgern die Menschen fast schon in Massen in die nahen gelegenen Wälder. Nicht jeder Besucher ist Wald erfahren und weiss sich zu benehmen. Diese Menschen gab es eigentlich schon immer, nur hat man sie bis jetzt nicht oft im Wald angetroffen. Darum hier einmal eine Waldknigge für alle Waldneulingen.

Inhaltsverzeichnis

1. Als Gast bist du willkommen

Willkommen im Wald
Respektvolle Gäste sind im Wald gern gesehen!

Genau, du bist Gast im Wald, dann verhalte dich auch wie ein Gast. Bei dir Zuhause erwartest du ja auch, dass sich die Gäste benehmen. Warum sollte das im Wald anders sein? Respektiere die Natur und wisse, dass es nicht dein Zuhause ist, sondern das Zuhause von vielen Tieren.

2. Im Wald kannst du die Ruhe geniessen

Ruhe und Gemütlichkeit im Wald
Im Wald solltest du dich in Ruhe entspannen können!

Das Rascheln der Bäume im Wind, das Zwitschern der Vögel, die frische Luft. Eigentlich ist es lärmig im Wald und trotzdem ist es irgendwie still. Viele geniessen diese Ruhe im Wald und wenn du ganz leise bist kannst du sie auch wahrnehmen. Aber eben, dafür musst du halt still sein. Laute Musik, rumschreien oder sonst einen riesen Radau veranstalten kannst du in deinen eigenen 4 Wänden aber bitte nicht im Wald. Die Tiere und andere Waldbenützer*innen werden es dir danken.

3. Bleib auf den Wegen

Auf dem Weg bleiben im Wald
Bleib auf den Pfaden und zerstöre nicht die Natur!

No Shortcuts lautet hier die Devise für Biker*innen. Wo kein Trail ist, da ist auch kein Trail. Eine Kurve ist da um gefahren zu werden und nicht abzukürzen. Also bleib auf den Pfaden und fahre nicht querfeldein durch das Dickicht. Das selbe gilt übrigens auch für Fussgänger*innen, Hundehalter*innen, Reiter*innen und alle anderen Waldbenützer*innen. Kurzum, es gilt für alle.

4. Entsorge deinen Müll richtig

Kein Müll im Wald
Nimm deinen Müll wieder mit!

Oft gibt es Mülleimer auf den Forstwegen, die man echt benutzen kann. Und sollte mal einer voll sein, dann hilft es wenig seinen Müll daneben zu stellen. Nimm ihn doch einfach mit nach Hause und schmeisse ihn in deinen eigenen Abfallkübel, denn die Tiere machen sich in der Nacht über den liegengebliebenen Abfall her und das kann für manche tödlich enden. Also nimm deinen Müll wieder mit und entsorge ihn richtig.

5. Baue nicht einfach etwas in den Wald

Keine illegalen Bauten im Wald
Im Wald wird nichts ohne Erlaubnis gebaut!

Du kannst im Wald nicht tun und lassen was du willst. Wie bereits gesagt, wo kein Trail ist, da ist keiner. Und einfach einer dahin bauen ist eben auch falsch. Du darfst auch kein Baumhaus bauen oder irgendwo eine Feuerstelle aus dem Boden stampfen. Im dümmsten Fall war es deine letzte Grillparty im Wald, nachdem du ihn abgefackelt hast. Und Liebe ist schön aber um die zu beweisen musst du kein Herzchen in die Baumrinde ritzen. Ich ritze dir ja meine Initialen auch nicht in den Bauch.

6. Achtung Forstarbeiten

Achtung Forstarbeiten
Achtung vor Forstarbeiten!

Die meisten sind schon einmal vor der gelben Plane mit der Bezeichnung „Achtung Holzschlag“ gestanden und haben sich darüber geärgert, dass der Weg dadurch gesperrt ist. Ja, der Weg ist gesperrt, auch am Wochenende, wenn die Forstarbeiter*innen auch Wochenende haben. Auch wenn es begehbar oder fahrbar aussieht, der Weg ist gesperrt. Wie Gandalf sagen würde: „Du kannst nicht vorbei“. Wenn du „Achtung Holzschlag“ missachtest, könnte es ein „Achtung Holzerschlag“ werden und ein Baum fällt dir wahrscheinlich nur einmal auf den Kopf. Und hey, einige Tage später ist der Weg dann super geräumt und du kannst wieder sicher passieren.

7. Der Wald ist auch gefährlich

Im Wald herrschen Gefahren
Der Wald kann auch gefährlich sein.

Es gibt auch Momente, da ist der Wald alles andere als entspannend und ruhig. Nämlich dann, wenn ein Gewitter aufzieht oder wenn es langsam eindunkelt und du ohne Licht unterwegs bist. Sei dir also den Gefahren bewusst und halte dich bei Gewitter nicht im Wald auf. Ein Blitz schlägt gerne in einen Baum ein und im Wald hat es ziemlich viele davon.

8. Hunde an die Leine

Hunde an die Leine
Hunde an die Leine. Viele werden es euch danken.

„Meiner ist aber ein ganz Lieber, der tut niemandem was“. Ein Satz der bestimmt schon einige gehört haben. Und dann sind es genau die Hunde, die dann ein kleines süsses Bambi Rehkitz zerfleischen. Ok, das Beispiel ist vielleicht ein wenig übertrieben aber es die Leinenpflicht hat seine berechtigten Gründe. Hundelose Waldteilnehmer*innen sind dir dankbar, wenn du deinen Hund an der Leine führst. Ich besonders, denn ich habe ziemliche Angst vor Hunden, auch von den kleinen süssen und ganz lieben, die niemandem was tun. Danke.

9. Sammle und Pflücke mit Mass

Sammle und Pflücke im Wald mit Mass
Du musst nicht gleich den ganzen Wald leerräumen. Hier musst du keine Hamsterkäufe tätigen.

Ausser Müll und Zecken, von dem kannst du soviel nach Hause nehmen wie du möchtest. Andere Sachen sammle und pflücke bitte mit Vernunft, sonst kannst du gleich anfangen den Wald zu roden. Gerne darfst du deiner Geliebten ein Blumensträusschen bringen aber nicht gleich ein ganzes Blumenfeld.

10. Respektiere die Nachtruhe

Nachtruhe im Wald

Psssst, in der Nacht bitte leise sein, die Tiere schlafen. Ok, viele Tiere sind nachtaktiv und schlafen gar nicht aber genau darum solltest du sie in der Nacht nicht stören. Bewege dich mit Bedacht und versuche unnötigen Lärm zu vermeiden. In der Nacht gelten auch die gleichen Regeln wie am Tag und die muss ich jetzt nicht wirklich noch einmal erklären. Falls du mit dem Mountainbike unterwegs bist, beachte diese 10 Tipps beim Mountainbiken in der Nacht.

Erlebe und Entdecke den Wald

Der Wald ist was Wundervolles. Entdecke und erlebe ihn, rieche ihn, höre ihm zu und vor allem geniesse das, was für dich wichtig ist. Teilen wir uns also den Wald mit den Lebewesen die ihn ihr Zuhause nennen, auf eine respektvolle Art und Weise.

Die Bilder wurden freundlicherweise von der Arbeitsgemeinschaft für den Wald AfW zur Verfügung gestellt. Vielen lieben Dank dafür. Die Waldknigge gibt es übrigens auch zum Download.

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